INDIEgramm März: Von Bunkern, Märchen und Bud Spencer

Im INDIEgramm findet ihr jeweils zur Mitte des Monats aktuelle Meldungen aus der Indieszene, zusammengestellt von Rodja Pavlik aus Wien, seit 15 Jahren europäische Indie-Koryphäe. Heute gibt es News von Matthias Olof Eich, der Loom-Gruppe, Christian Varga, eine schräge Bud-Spencer-Hommage und einen Drehbuchwettbewerb für Salzburger.

Das INDIEgramm von Rodja Pavlik

Aus marketingtechnischen Gründen hat Bunker of the Deadder bayerische Filmemacher Matthias Olof Eich (Praetoria Productions), bekannt für seinen Backwood-Slasher „Break“ (2009), seinen kommenden Horrorstreifen „Cerusit“ in „Bunker Of The Dead“ umbenannt. Fix ist auch, dass der Film 2015 heraus kommen soll (nur wann genau, das ist noch offen). Inhaltlich geht es zum Nazi-Gold, Nazi-Bunker und Nazi-Zombies – und das in 3D und rein aus der Egoshooter-Perspektive. Der Film wurde übrigens mit einer eigens dafür entwickelten Kameratechnologie gedreht! Einen offiziellen Trailer gibt es auch schon. +++ STOP +++

Bis dato hat sich der Grazer Regisseur und Mastermind der Indie-Gruppe Loom Stefan Müller in seinen Filmen mit dem Tod, dem Teufel („Jenseits“), Außerirdischen („Tartarus“) und wilden Bestien („Biest“) auseinander gesetzt. Seinen Ein-Wort-Titeln bleibt Müller zwar treu, wandelt aber diesmal auf den Spuren einer Action-Romanze. In „Marlene“ verliebt sich Auftragskiller Frank in sein Opfer und stellt sich gegen seinen Clan. Der Film wird bis April fertig gedreht, die Fertigstellung soll bis Anfang 2016 erfolgen. Einen ersten Teaser gibt es hier zu sehen+++ STOP +++ Vor einigen Monaten stellte Trickfilmer Thomas Zeug („Quiqueck & Hämat: Proll Out“) seinen mit spencer_late_pold_zeugdem 10.000 Euro dotierten Rookie-Award ausgezeichneten Film „Rollygeddon“ – eine Parodie auf Katastrophenfilme wie „Armageddon“ online. Bud-Spencer-Fans ist nicht entgangen, dass der Filmemacher aus Bayern dabei dem Italo-Haudrauf huldigte. Auf dem Blog zu Karl-Martin Polds kommender Doku „Sie nannten ihn Spencer“ erzählte Zeug in dem Beitrag „Bud Spencer Late Night Show“ kurz, wie es zu dieser Huldigung kam. Und zur besseren Veranschaulichung veröffentlichte er auf Youtube einen entsprechenden Clip+++ STOP +++ Lange Zeit war es still um den Wiener Filmemacher Christian Varga. Nach den tarantinoesken Streifen „Sweet Vienna“ (2005) und „Selawi“ (2006) war eine lange Pause, die nun mit der Uraufführung von „Scary Fairy Tale“ am 6. Mscaryfairytaleärz beendet wurde. Erschienen die anderen Filme noch auf DVD, will Varga nun neue Wege gehen: Er stellte die etwas andere, knapp 100-minütige Rotkäppchen-Verfilmung auf seiner Site www.cv-film.at zum Herunterladen als auch auf YouTube zum Anschauen online. Damit soll das Interesse an seinem nächsten Projekt „Sacre Bleu“ angeschoben werden. +++ STOP +++ 2015 schreibt die Stadt Salzburg zum zweiten Mal einen Drehbuchentwicklungspreis für Kinospielfilme aus. Bis zum 30. Mai 2015 kann ein Treatment eingereicht werden. Teilnahmeberechtigt sind Autoren bis zum vollendeten 45. Lebensjahr. Der Autor muss in Salzburg geboren worden sein oder seinen Wohnsitz dort haben – ODER der Film weist einen expliziten Salzburg-Bezug auf. Der Hauptpreis beträgt 3.000,- Euro. Zusätzlich bietet der Preis dramaturgische Betreuung. Ziel ist ein bei Förderstellen und Produktionsfirmen einreichfertiges Treatment, damit daraus ein verfilmbares Drehbuch entstehen kann. Der 2. und 3. Platz werden mit je 1.500,- Euro prämiert. Genauere Informationen findet man hier: http://tinyurl.com/mpth8qn  +++ STOP +++

Ihr habt auch eine Neuigkeit von Eurem Indieprojekt? Irgendwas Kleines, was nicht für einen Artikel taugt, aber dennoch verdammtnochmalwichtig ist? Eine DVD kommt? Einen Kinotermin? Drehbeginn? Super, schickt uns die News mit einem Foto an indiegramm (at) filmeundmacher (punkt) de.

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